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Stefan Czerwenka

Ich wurde 1963 in Eilenburg nahe Leipzig geboren.
Im Gegensatz zu vielen anderen Hundetrainern, bin ich nicht mit Tieren aufgewachsen, hatte in meiner Kindheit zwar immer wieder Kontakt zu Tieren, aber habe mich mehr für technische Dinge interessiert. Ich habe nicht mit zehn Jahren beschlossen Hundetrainer zu werden und nichts lag für mich ferner, als mit Tieren zu arbeiten.

Erst 1986 zog der erste Hund bei mir ein. Ich hatte mir fest vorgenommen, mit ihm eine Hundeschule zu besuchen Wir hatten schließlich beide sehr viel zu lernen. Doch Hundeschulen gab es damals keine und in den wenigen Sportvereinen, die ich besuchte, wurde ich nur müde belächelt. Zu unserem Glück gab es für meinen Hund keine Stachel- und Würgehalsbänder in passender Größe und für den Schutzhundesport war ein Chihuahua nun wirklich nicht geeignet. Mir blieb also nichts weiter übrig, als mich anderweitig mit meinen Hund zu beschäftigen, ihn genau zu beobachten und so mit ihm zu lernen. Er war ein sehr guter Lehrmeister und ich ein guter Schüler. Wir kamen auch ohne Kasernenton und Leinengerucke ans Ziel und er entwickelte sich zu einem tollen Begleiter mit ausgezeichnetem Sozialverhalten, der leider viel zu früh von mir ging.

Im Jahr 2001 holte ich dann Cliff aus dem Tierheim. Wieder begab ich mich auf die Suche nach einer Hundeschule und musste feststellen, dass in den Jahren nur die Stachel- gegen Kettenhalsbänder getauscht wurden, sich aber am Umgang mit den Hunden nicht viel geändert hatte. Nur kam ich mit Cliff und den Ausbildungsmethoden auf keinen grünen Zweig. Ich suchte andere Wege und Möglichkeiten meinen Hund zu erziehen und zu beschäftigen. Ich begann viele Bücher zu lesen, Seminare und Vorträge zu besuchen und mich verstärkt mit dem Verhalten von Hunden zu beschäftigen. Zahllose Erkenntnisse, die zwar nicht unbedingt neu waren, aber noch nicht den Weg in die Köpfe vieler Hundebesitzer und vor allem Hundetrainer gefunden haben, habe ich mir angeeignet. Langsam erwachte aus einem Hobby eine Leidenschaft. In einem Hundesportverein sammle ich praktische Erfahrungen und kann mehr und mehr Hundefreunde von einem anderen, freundlicheren und artgerechteren Umgang mit ihren Hunden überzeugen.

Inzwischen war ich so von dem Wesen der Hunde fasziniert, dass ich den Beruf wechselte und anfing in einem Tierheim zu arbeiten. In einem Tierheim, dass die Gruppenhaltung von Hunden praktiziert, sammelte ich viele praktische Erfahrungen über inter- und intraspezifische Kommunikation, Lern- und Sozialverhalten unserer Hunde. Mehrjährige praktische Erfahrungen sind die eine Seite. Theorie und Praxis sollten jedoch eine Einheit bilden und sich gegenseitig ergänzen und so ist es für mich selbstverständlich, dass ich mich regelmäßig auf Seminaren und Workshops weiterbilde, um so immer die neusten Erkenntnisse der Ethologie in meine Arbeit einfließen zu lassen. Dieses Wissen möchte ich aber nicht für mich allein, sondern weitergeben an interessierte Hundehalter, die gern mehr über ihren Hund wissen möchten und denen ein rauer Umgang, der leider noch vielerorts praktiziert wird, äußerst suspekt ist.

So individuell wie jede Mensch-Hund-Beziehung ist, so individuell wie Wissensstand und Lernbereitschaft sind, so individuell sollte auch das Training miteinander sein.
Einzelunterricht bietet die besten Vorraussetzungen dafür.

Ihr Stefan Czerwenka

Wenn Hunde sprechen könnten, würden wir vielleicht entdecken, dass man mit ihnen genauso schwer auskommen kann, wie mit Menschen.

(Karel Capek)